1945
Nach den Kriegswirren 1945 war der Fechtsport in Ost und West Deutschland durch die Siegermächte verboten. Fechten könnte zur militärische Ausbildung genutzt werden hieß es.
1950
In diesem Jahre wurde dann das Verbot durch die Alliierten aufgehoben, da man mit diesen Sportwaffen kein Krieg mehr führen könnte. In der Bundesrepublik  Deutschland (BRD) wurde sofort mit dem Aufbau von Fechtvereinen begonnen. Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) begann der Aufbau des als elitär geltenden Fechtsports einige Jahre später. Diese hatte zur Folge das viele Fechttrainer in die BRD abwanderten und  nur noch wenige Fechtmeister bzw. Fechttrainer in der DDR zur Verfügung standen. Trainer der ersten Stunden waren unter anderem: Herbert Schmiedel, Otto Weidlich, Albert Gipp, Karl Fischer, Dieter Athenstedt, Rudi Kneip und Alfred Röll.
Am 20. Juni 1950 wurde als Dachverband für die Sportgemeinschaften Volkspolizei die Sportvereinigung „Deutsche Volkspolizei“ gegründet.
1951
Am 15. Juni  wurde in Berlin die Sektion Fechten Im Deutschen Sportausschuss gegründet. Im Juli  1951 fand das erste Fechtturnier in Leipzig  und 1952 und 1953 die ersten DDR-Meisterschaften statt. Sieger in den Waffen im Florett und Säbel wurde G.Neuber von Motor Dresden.
1952
Das Jahr 1952 war das Gründungsjahr der Sportgemeinschaft Dynamo (SG Dynamo) und 1955 wurde die Sektion Fechten ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Karl Fischer trafen sich Jugendliche und Erwachsene in der Sporthalle des Polizeireviers in der Marchlewski Straße zum Fechten. Ein Leistungsauftrag bzw. Leistungssport gab es noch nicht 
Karl Fischer
Fechttrainer 1955 bis 1972
TZ Dynamo "Helmut Just"
1953
Am 27. März 1953 wurde dann die Sportvereinigung Dynamo (SV Dynamo) gegründet, sie hatte 250.000 Mitglieder und Verband den Zoll, die Bahn und Polizei unter einem Dach. Vorsitzender der SV Dynamo wurde Erich Milke (Chef der Staatssicherheit).
In der weiteren Verschärfung des „Kalten Krieges“ wurden durch die Hallstein Doktrin der DDR-Sport von der  BRD sabotiert. 
Diese Doktrin (1955- 1969 in Kraft) besagten, das Länder die mit der DDR diplomatische Beziehungen aufnehmen und im Sport bei Siegerehrungen die DDR-Fahne hissen und die DDR-Nationalhymne abspielen, mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit der BRD rechnen müssen. Besonders die Nato-Staaten hielten sich an diesem Boykott gegenüber des DDR-Sports.
 
So entstand die Idee, das der Sport zur internationalen Anerkennung der DDR entscheidend beitragen könnte. Was dann auch später geschah.Es begann eine beispielhafte Förderung des Sports in der DDR . Es wurden Trainingszentren, eine Hochschule , Deutsche Hochschule für Körperkultur
( DHfK) viele Vereine und Clubs gegründet.
1958
Am 20. Juli 1958 wurde auch endlich der Deutsche-Fecht-Verband in der Deutschen Demokratischen Republik gegründet. Den Vorsitz des Verbandes hatten  Albert Gipp und Alfred Röll.
1961
Im Jahr 1961 wurde in Eisenach der Leistungsschwerpunkt Fechten ins Leben gerufen. Von nun an musste Berlin, unter der Leitung von Karl Fischer, talentierte Fechter nach Eisenach abgeben und delegieren. Einige der delegierten Sportler schafften es in die Nationalmannschaft der DDR. Trotz der stiefmütterlichen Förderung des Fechtsports in der DDR erzielten die Sportler beachtliche Erfolge.
Klaus Dumke (Degen): - 8-facher DDR-Meister (5x Einzel, 3x Mannschaft)
- 5. Platz bei der WM 1963 in Danzig (Mannschaft)
- 5. Platz bei der Olypmpia 1968 in Mexiko (Mannschaft)
- Mitglieder der DDR Nationalmannschaft 1963-1970
Horst Dumke (Säbel): - 5-facher DDR-Meister (3x Einzel, 2x Mannschaft)
- Gewinner mehrerer internationaler Wettkämpfe
- Mitglieder der DDR Nationalmannschaft 1960-1968
- offizieller Kampfrichter bei WM und Olympischen Spielen
Manfred Dieckmann und Ingrid Rensch fochten mehrere Jahre erfolgreich in der DDR-Nationalmannschaft.
Der Fechtsport für Kinder ab 10 Jahren wurde gefördert und wurde zur Hauptaufgabe im Trainingszentrum (TZ) Dynamo Berlin. Der Beitrag für ein Kind war monatl 0,20 Pfennige bzw. 2,40 Mark und 5.- Mark Aufbaumarke im Jahr. Fechtmaterialen, Wettkämpfe, Hotels und Trainingslager waren kostenlos.
Bis 1964 durfte die DDR keine eigene Olympiamannschaft aufstellen. So wurden innerdeutsche Olympiaausscheidungen durchgeführt. Im Fechten nahm 1960 für die Olympischen Spiele in Rom zum ersten mal ein DDR-Fechter, Horst Dumke, an diesen Ausscheidungen teil. Lieder ohne sich für die Spiele zu qualifizieren.  
1964
Die Olympiaausscheidung 1964 mit der BRD endete für den DDR-Fechtsport mit einem Debakel. Es konnte sich kein Fechter für die olympischen Spiele in Tokio qualifizieren. Erst 1968 stellte die DDR eine eigene Olympia-Mannschaft auch im Fechten auf.  
1972
In diesem Jahr wurde die Sektion-Fechten in „SG Dynamo – Helmut Just“ umbenannt. Helmut Just war ein Polizist der in Ausübung seines Dienstes von bis heute unbekannten Tätern, erschossen wurde.
Karl Fischer beendete seine Trainertätigkeit aus Altersgründen und übergab die Aufgabe des Trainings an Klaus Dumke der seine leistungssportliche Tätigkeit 1970 beendet hatte.
Mit der Übernahme durch Klaus Dumke wurde das TZ von der Marchlewski Straße in den Trainingsstützpunkt 15. Oberschule Wallstraße in Berlin-Mitte verlegt. Klaus Dumke trainierte dort von 1972 bis 1982 und delegierte seine Sportler an die Kinder und Jugendsportschule ( KJS ) in den Sportclub Dynamo Berlin.


Klaus Dumke
Fechttrainer
1970 - 1972 in Eisenach
1972 - 1982 TZ "Helmut Just"
1982 - 1986 HSG Dynamo Biesdorf
1978
1978 wurde in Berlin ein weiteres Trainingszentrum in Biesdorf gegründet. HSG (Hochschulsportgemeinschaft) Dynamo Biesdorf. Trainer war dort bis 1982 Klaus Strube, der den Polizeidienst 1982 verließ. Klaus Dumke übernahm dann dort bei der HSG das Training. Die freigewordene Trainerstelle bei Dynamo „Helmut Just“ übernahm der junge Trainer Peter Pillekeit.



Peter Pillekeit
Fechttrainer
1982 - 1990 TZ Dynamo Helmut Just
1982
Im Jahr 1982 zog Peter Pillekeit mit seinem TZ nach Marzahn in die Schulsporthalle der heutigen Bruno-Bettelheim-Grundschule. Der Stützpunkt in der Wallstraße wurde aufgegeben.
1986
1986 beendete Klaus Dumke seine Trainertätigkeit in der „HSG Dynamo Biesdorf“. Er hatte in der Zeit von 1972 –1986  57 junge Fechttalente zum Sportclub Dynamo Berlin an die KJS delegiert. Das Training wurde von Hans-Jörg Kaufmann übernommen. TZ-Leiter wurde Joachim Märtens. Bis zur Wende 1989 entstand eine enge Zusammenarbeit der beiden TZ`s. Die erfolgreichen Fechter/Innen beim  SC Dynamo Stefanie Schuhmann, Christan Schlechtweg und Tino Anding kamen aus den Berliner TZ`s.


Hans-Jörg Kaufmann
Fechttrainer
1986 - 1990 HSG Dynamo Biesdorf
1991
Einhergehend mit der politischen Wende im Jahr 1989 erfolgte auch innerhalb des Vereins eine strukturelle Veränderung. Gekennzeichnet durch den am 01.01.1991 erfolgten Beitritt in den historisch gewachsenen Polizei-Sport-Verein e.V. (PSV) wurde das TZ „HSG Dynamo Biesdorf“ aufgelöst.
Die Sportler, die weiter Fechten wollten gingen zum Training in die Sporthalle in der Schleusinger Straße. Durch die Entlassungen aller berliner TZ Dynamotrainer durch den Westberliner Senat konnte der Trainingsbetrieb nur noch mit ehrenamtlichen Trainern aufrecht gehalten werden. Trainer wie Herr Pillekeit, Herr Kaufmann; Herr Leimbach,
Herr Klaus Dumke versuchten den Verein am Leben zu erhalten. Trotz aller Bemühungen und Aufwand konnten die Mitgliederzahlen nicht gehalten werden. Die finanzielle Unterstützung durch den Sportbund wurde immer geringer bis 0.- € Das Ende war abzusehen. Knapp 20 Mitglieder waren noch vorhanden.
2010
Ehemalige TZ-Sportler, u.a. Michael Behrendt, Dirk Röder, Benny Tilsner, Thomas Kaube, Tino Anding und Mario Freund,  nahmen das Ruder des Vereins in die Hand. Sie begannen einen neuen strukturellen Aufbau. Die Fechtabteilung des PSV Berlin zog in ihre eigene „neue“ Sporthalle, in die Bruno-Baum-Straße in Berlin Marzahn. Mit heute wieder über 100 Mitgliedern ist das Fechtzentrum Marzahn-Hellersdorf eine gute Adresse für das Fechten und interessierten Berlinern. 
2012
Die Fechtabteilung investiert in die Fechtinfrastruktur und installiert fünf Fechtbahnen aus Aluminium. Der Trainingsbetrieb erhält somit eine enorme Aufwertung, von der die mittlerweile über 100 PSV Mitglieder sowie regelmäßige Gastfechter profitieren können.
Erste Erfolge des neuen Trainings konnten mit dem Sieg im Deutschlandpokal 2011/2012, dem größen fechtsportlichen Turnier Deutschlands, gefeiert werden.